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setzt sich seit 1998 unermüdlich für den Schutz der letzten
Regenwälder Borneos ein und sichert das Überleben der letzten wilden Orang
Utans.
Gegründet wurde der Verein von Helmut Huber, der Ende der 1990er-Jahre
lediglich einen Urlaub in der unberührten Natur Borneos machen wollte,
doch sein Leben sollte sich schlagartig verändern... 1995 reisten Helmut Huber, Jahrgang 1967, Expedient aus Aldersbach in Bayern und seine Frau Fritzi ins touristisch absolut unberührte
Ostkalimantan auf Borneo. Sie lernten Land und Leute kennen und
durchkreuzten Teile unberührter Natur. Mit einem gemieteten Boot fuhren sie den Mahakan-River gen Norden und legten in einem kleinen Dorf names Sebulo an.
Dort geschah es: die beiden entdeckten ein Orang Utan-Baby,
gefangen in einem viel zu kleinem Vogelkäfig. Ohne zu Zögern begann Helmut Huber, hartnäckig mit dem "Besitzer" zu
verhandeln. Nach einiger Zeit wechselten ca. 30 Dollar und ein Schweizer
Taschenmesser den Besitzer, Huber nahm das halb verhungerte
Orang Utan-Baby an sich und verließ auf schnellstem Wege das
mittlerweile sehr aufgebrachte Dorf, das sich eines Statussymbols
beraubt sah.
Um einen roten Passagier reicher saßen Hubers nun völlig ahnungslos da
und überlegten, was zu tun sei. Ein Tischler an Bord baute in Windeseile eine komfortable Box, legte sie mit Blättern aus und schon war ein
vorübergehendes Zuhause für Jully, wie das Orang-Mädchen genannt
wurde,
entstanden. Hubers kauften soviel Obst, wie sie bekommen konnten und Jully haute rein wie ein Mähdrescher. Sie war sehr erschöpft und
ausgemergelt, doch ahnte sie, daß dieses eine Reise in eine bessere
Zukunft werden sollte.
Helmut Huber ging sehr unbekümmert an die Sache heran, für ihn war klar,
daß er den jungen Orang wieder in der Wildnis aussetzt und ihn seines
Weges gehen lässt.
Doch das erste Problem ließ sich nicht lange leugnen und Helmut stellte
fest, daß es gar keinen wirklich zusammenhängenden und ursprünglichen Regenwald mehr gab, den man auf die Schnelle erreichen konnte.
Zudem schätzten sie Jully auf ca. 2 Jahre.
Helmut Huber wusste, daß sie
ohne ihre Mutter im Regenwald keine Chance haben würde.
Ein Blick in den
Reiseführer versprach neue Lichtblicke: sie lasen von einer
Orang-Station in Wanariset. Eine 3-tägige Bootstour und einige Stunden mit dem Auto brachten sie
dorthin. Helmut Huber war überglücklich und übergab der Station sein
Waisenkind – und bekam den größten Ärger seines Lebens! Er wurde
alles
andere als höflich empfangen und ihm wurde erklärt, welch fatalen
Fehler
er gemacht hatte. Niemals darf man ein Wildtier einem Einheimischen
abkaufen, denn dieser geht anschließend sofort in den Wald und fängt
sich ein neues Tier...
Jully wurde eingehend untersucht und leider die schlimme Diagnose
Hepatitis E ohne Chancen auf Heilung gestellt.
Zwei Jahre später starb
sie daran... doch ihr Tod sollte nicht umsonst sein:
1998 gründete
Helmut Huber "Fans for nature e.V.". Unzählige Orang Utans verdanken
ihm seither ihr Leben durch seinen unermüdlichen Einsatz zur Rettung der
letzten roten Primaten Borneos!
der kurze Zeit später eine
Reise nach Borneo plante, bei der ich spontan mitfuhr.
Was ich dort erlebt habe, war so ergreifend, erschütternd und prägend,
daß ich mich seit dem Zeitpunkt ganz einfach für den Verein und das
Verfolgen seiner Ziele einsetzen musste.
Ich habe seitdem die Stationen mehrfach besucht und konnte so auch eine
Entwicklung beobachten und dokumentieren.
Es ist erschreckend, wieviel Regenwald innerhalb eines Jahres
verschwindet. Das live mitzuerleben, ist erschütternd.
Für mich stand fest, daß ich meine Fähigkeiten und Möglichkeiten zugunsten unserer rotbehaarten Verwandten einsetze. Ich konnte mich von der Transparenz des Vereins überzeugen und weiß, daß jeder Euro in die Projekte auf Borneo fließen.
Vor Ort durfte ich Dr. Willie Smits und Lone Dröscher-Nielsen, eine beachtenswerte Frau, kennenlernen. Beide haben eine zeitintensive und aufopfernde Arbeit geleistet und arbeiten nachwievor mit dem einen Ziel vor Augen, die letzten Regenwälder und deren Orang Utan-Bestände zu erhalten. Lones Gesicht spricht Bände, wenn sie in die Augen eines Orang Utans schaut.
Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, die Welt ein kleines bißchen besser zu machen! |